Das Haushaltsblog für Verbraucher

Candy GOC 770 BT: Preiswert, aber nicht mehr zeitgemäß

Haushaltsgeräte von Candy zeichnen sich in der Regel vor allem durch eins aus: Sie sind unschlagbar günstig. Das gilt auch für den Kondensationstrockner Candy GOC 770 BT. Mit einem Preis von rund 340 Euro inklusive Versandkosten kann sich das Gerät sehen lassen. Allerdings sollte jedem Käufer bewusst sein, dass er hier einen echten Stromfresser erwirbt: Der GOC 770 BT zieht schließlich nicht weniger als 3,9 kWh Strom je Durchlauf bei einer Maximalzuladung von sieben Kilogramm.

Damit erfüllt das Gerät lediglich die Vorgaben für die Energieeffizienzklasse B und verbraucht mehr als doppelt so viel wie ein moderner Kondenstrockner mit Wärmepumpe. Entsprechend können im Jahr je nach Strompreis zwischen 50 und 100 Euro an Mehrkosten im Unterhalt anfallen – bei regelmäßiger Nutzung versteht sich. Nach drei oder vier Jahren ist auf diese Weise der Preisvorteil beim Erwerb des Trockners also wieder dahin – fortan macht man ein Minusgeschäft. Hier sollte also nur zugreifen, wer allenfalls gelegentlich einen Trockner benötigt.

Immerhin soll die Wirkung des GOC 770 BT eindrucksvoll sein. Nutzer berichten von durchweg trockener Wäsche und sehr guten Trocknungsergebnissen. Dem Magazin „test“ war die Wirkung indes schon zu stark: Demnach werde Bügelwäsche sogar zu trocken. Und der Sinn dieses Modus sollte es ja eigentlich sein, dass man die Wäsche anschließend nicht wieder erst anfeuchten muss. Ferner werden eine sehr lange Programmdauer sowie eine schlechte Isolation des Gerätes moniert. Denn der Trockner soll viel Feuchtigkeit in den Raum pusten.

Und das kann in kleinen Wohnungen fatal sein. Dadurch wird die Luftfeuchtigkeit enorm hochgesetzt, was wiederum schnell zu Schimmel führen kann, wenn nicht regelmäßig und intensiv gelüftet wird. Wie man es also auch immer dreht: Der Candy GOC 770 BT ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Er braucht fast ebenso lange wie moderne Wärmepumpentrockner, zieht aber ungleich mehr Strom und hat Nachteile fürs Raumklima. Da ist der Kostenvorteil beim Erwerb nur bedingt ein Kaufargument.


LG RC8015A: Bei Anschaffung und Unterhalt recht teuer

Normalerweise greift man zu einem einfachen Kondenstrockner ohne Wärmepumpe nur noch dann, wenn einen der niedrige Kaufpreis lockt. Schließlich verbrauchen solche Geräte erheblich mehr Strom und kosten somit auch deutlich mehr im Unterhalt. So können innerhalb eines Jahres bei regelmäßiger Nutzung je nach Strompreis zwischen 50 und 100 Euro an Mehrkosten auflaufen. Ist das Gerät aber preiswert genug, mag sich das für Gelegenheitsnutzer zumindest für einige Jahre durchaus rentieren.

Leider ist das LG Electronics RC8015A kein solches Gerät. Im Gegenteil: Mit seinen 610 Euro (Amazon) kostet er im Handel so viel wie solide Wärmepumpentrockner, und selbst Spitzenmodelle sind mit ihren 800 Euro nicht mehr allzu weit vom RC8015A entfernt. Unglücklicherweise ist dieser aber nicht einmal einer der sparsameren konventionellen Trockner. Ganz im Gegenteil: Mit 4,49 kWh Strom je Durchlauf gehört er zu den echten Stromfressern, die gerademal knapp die Vorgaben für die Energieeffizienzklasse B erfüllen – die längst nicht mehr zeitgemäß ist.

Zum Vergleich: Moderne Wärmepumpentrockner ziehen nur noch zwischen 1,6 und 1,9 kWh Strom je Durchlauf, der RC8015A liegt also beim rund Zweieinhalbfachen dieses Wertes. Was das für die Unterhaltskosten bedeutet, kann dabei jeder erahnen. Angesichts dieser katastrophalen Energiebilanz hilft es dem Gerät auch nichts, dass es mit 8 Kilogramm eine erfreulich große Zuladung erlaubt und immerhin neun vorprogrammierte Programme besitzt. Normal sind eigentlich eher fünf bis sechs Programme.

Der LG RC8015A hat aber noch weitere Nachteile: So berichtet unter anderem das Magazin „test“, dass die Trockenleistung zwar grundsätzlich gut ausfallen soll, die Einstellung „bügelfeucht“ sei jedoch viel zu trocken. Die Maschine ist also vielleicht ein wenig zu gründlich. Wer seine Wäsche anschließend noch gerne bügelt, wird sie erst wieder anfeuchten müssen – und das ist sicherlich auch nicht der Sinn des Ganzen.


Siemens SN65M037EU: Hochwertig, gut ausgestattet, vollintegiert

Beim Siemens SN65M037EU handelt es sich um einen der aktuell besten Geschirrspüler für die Vollintegration hinter einer bestehenden Küchenzeile. Er ist nicht nur vergleichsweise sparsam, sondern kann auch mit einer hochwertigen Ausstattung aufwarten, die den Bedienkomfort merklich erhöht. So verfügt der Geschirrspüler unter anderem über eine Startzeitvorwahl von bis zu 24 Stunden, eine elektronische Restzeitanzeige und einen praktischen Dosierassistenten. Letzterer hält das Spültab in einer kleinen Auffangschale, wo es von einem gezielten Wasserstrahl kontrolliert aufgelöst wird. Bei herkömmlichen Maschinen fällt der Tab dagegen unten in die Wanne und wird nicht immer komplett oder ungleichmäßig aufgelöst und kann seine Reinigungswirkung daher nicht voll entfalten.

Darüber hinaus kann die Maschine mit einem höhenverstellbaren Oberkorb aufwarten, was die Nutzungsflexibilität maßgeblich erhöht, denn so passen auch unförmige Bräter und übergroße Pfannen in die Maschine. Weiterhin erleichtert ein Beladungssensor die Arbeit mit dem Gerät. Denn auf diese Weise muss der Nutzer die Maschine nicht immer voll bestücken, sondern kann sie auch mit geringerer Beladung effizient betreiben. Apropos Effizienz: Der Energieverbrauch im Programm „Eco 50“ für „normal verschmutztes Geschirr“ liegt bei 0,92 kWh Strom. Mit Warmwasseranschluss kann dieser Wert gar auf 0,70 kWh gedrückt werden. Das beschert der Maschine zurecht die Einstufung in die gute Energieeffizienzklasse A++.

Beim Wasserverbrauch wiederum werden im Datenblatt 10 Liter je Durchlauf angegeben. Das ist zwar kein Spitzenwert, aber ordentlicher Durchschnitt. Im Gegenzug sind Siemens-Maschinen auch dafür bekannt, sehr gründlich zu reinigen. Und was nützt ein niedrigerer Wasserverbrauch bei einem Konkurrenzmodell, wenn man dann doch das teurere Programm verwenden muss, um dort das Geschirr sauber zu bekommen? Vielleicht können ja unsere Leser von ihren Erfahrungen mit diesem Gerät berichten: Bestätigt sich hier erneut der gute Ruf von Siemens-Maschinen?


Bauknecht GSXK 5020/MOD: Vollintegriert, trotzdem günstig

Wer seinen Geschirrspüler hinter einer bestehenden Küchenfront verschwinden lassen will, kann sich auf eine lange Suche gefasst machen. Denn nur verhältnismäßig wenige Geräte sind für die sogenannte Vollintegration ausgelegt. Und diejenigen, die es sind, kosten meist dermaßen viel Aufpreis gegenüber einem gleichwertigen Standardmodell, dass man unwillkürlich schlucken muss. Zum Glück gibt es bei genauerem Hinsehen dann aber doch noch günstige Alternativen – wenn auch mit Einschränkungen.

Eine solche ist der Bauknecht GSXK 5020/MOD. Der vollintegrierbare (und wie stets ohne Frontdekorplatte ausgelieferte) Spüler kostet nominell gerade einmal 489 Euro (Amazon), es gibt ihn bei einigen Online-Händlern aber auch schon für Preise um 420 Euro. Das ist für diese Geräteklasse in der Tat spottbillig und hat so manchen Kunden schon zum Zugreifen verführt. Die auffindbaren Produktrezensionen auf den diversen Online-Portalen sind denn auch überwiegend lobend: Das Gerät sei nicht nur günstig, sondern arbeite auch zuverlässig und könne selbst im Kurzprogramm von nur 30 Minuten noch zumindest leicht verschmutztes Geschirr gut reinigen.

Im Gegenzug muss der Nutzer aber damit leben können, dass die Maschine hinsichtlich Effizienz und Umwelttechnik nicht mehr unbedingt auf der Höhe der Zeit ist. So ordnet sich der Geschirrspüler in der Energieeffizienzklasse A ein. Das mag zunächst gut klingen, ist aber nur noch unterer Durchschnitt. Die meisten modernen Geräte positionieren sich mittlerweile in der Energieeffizienzklasse A++, was ungefähr 25 bis 30 Prozent weniger Energieverbrauch entspricht. Auch der Wasserverbrauch des GSXK 5020/MOD ist mit 12 Litern nur noch mittelmäßig.

Ferner muss der Nutzer auf Extras wie eine Restzeitanzeige verzichten, die Startzeitvorwahl wiederum ist auf maximal acht Stunden beschränkt – eine Maschine für den nächsten Tag vorzuprogrammieren ist also nicht möglich. Das alles muss allerdings nicht gegen diesen Geschirrspüler sprechen. Man kann es auch anders herum sehen: Wessen Budget beschränkt ist, erhält hier hiermit wenigstens ein ordentlich sauber spülendes Gerät mit nicht allzu schlechten Verbrauchswerten. Denn leider ist die Auswahl bei vollintegrierten Geräten ansonsten nicht sehr groß.


HelloKitty Popcorn-Maschine: Popcorn in Pink

Genau genommen muss ein Küchengerät des japanischen Herstellers Sanrio, der hierzulande fast ausschließlich unter dem Brand Hello Kitty geläufig ist, nicht näher beschrieben werden. Die Produkte kokettieren kräftig mit dem Kätzchen-Image und der Knallfarbe Pink, und die Zielgruppe setzt sich hauptsächlich aus Mädchen zusammen – wobei damit nicht automatisch behauptet werden soll, dass es nicht auch Jungs gibt, denen die Farbe sowie das Hello-Kitty-Image ebenfalls von Herzen zusagt.

In technischer Hinsicht wiederum unterscheidet sich die Popcornmaschine Made in Japan nicht nennenswerten von ihren Mitkonkurrentinnen, die ebenfalls mit einer kompakten Bauweise sowie einem Heißluftsystem ausgestattet sind. Das Gerät ist gut genug für eine mittelgroße Portion Popcorn, die sie wiederum gänzlich ohne die weitere Zugabe von Fett herstellt, wie dies bei allen Heißluft-Modellen der Fall ist. Das Endergebnis muss allerdings, um geschmacklich die sensiblen und entsprechend kritischen, weil Popcorn-verwöhnten Gaumen der Kinder zu überzeugen, mit Zucker und Butter aufgepeppt werden. Denn das blanke Popcorn aus der Maschine schmeckt nach nicht viel und ähnelt daher auch in keinster Weise dem Popcorn vom Jahrmarkt oder von der Kinokasse. Der Grund dafür liegt darin, dass das Popcorn nicht mit karamelisiertem Zucker überzogen wird, wie dies bei den (semi-) professionellen Maschinen der Fall ist. Die Zubereitung selbst ist dafür denkbar einfach und auch von Kinderhändern leicht zu meistern: Mais einfüllen, Deckel schließen, Startknopf drücken – und nach ungefähr zwei Minuten schießt das fertige Popcorn aus der Maschine. Eine gewisse Menge an Maiskörnern werden bei diesem Verfahren nicht poppen und können beim nächsten Versuch erneut eingefüllt werden, allerdings sollte mit der zweiten Runde so lange gewartet werden, bis sich die Maschine etwas abgekühlt hat.

Popcornmaschinen vom Schlage der Hello Kitty sind hauptsächlich Spaßgeräte für den gelegentlichen Einsatz für eine relativ begrenzte Menge an Personen. Diesen Zweck erfüllen sie ganz gut, wenn auch das Popcorn, wie erwähnt, kräftig nachgewürzt werden muss, damit es in etwa wie Original-Popcorn schmeckt. Es ist demnach gut möglich, dass nicht jeder Kindergaumen begeistert sein wird von der Popcornmaschine, das heißt, die doch beträchtliche Investition von über 60 EUR (Amazon) – technisch ähnliche Geräte ohne Hello-Kitty-Verkleidung sind schon für 20 bis 30 EUR zu haben – ist mit einem gewissen Risiko behaftet, das einzugehen Käufer bereit sein sollten.


LG Electronics GF 5137 AEHZ: Für alle, die es eilig haben

Der neue Gefrierschrank LG Electronics GF 5137 AEHZ ist das ideale Gerät für alle, die es eilig haben: Die Funktion „Schnellgefrieren“ bezieht sich hierbei nicht wie sonst üblich auf ein einzelnes Fach sondern auf den gesamten Inhalt des Schranks. Auf diese Weise können gewaltige Mengen Gefriergut auf einmal eingefroren werden, ohne dass die Kühlkette noch länger unterbrochen wird oder die Durchschnittstemperatur im Inneren des Gerätes gefährlich stark absackt und damit anderes Gefriergut gefährdet.

Und in den Gefrierschrank geht eine Menge hinein. Nicht weniger als 312 Liter fasst der Innenraum auf die Standardbauhöhe von 1,85 Metern. Sparsam ist der GF 5137 AEHZ dabei auch noch. Er erfüllt die Vorgaben für die Energieeffizienzklasse A++ und verfügt zudem über die NoFrost-Technologie. Das heißt, Feuchtigkeit setzt sich nicht als Raureif oder gar Eis an den Wänden des Gerätes ab. Die Kühlung ist so ausgerichtet, dass ein lästiges Abtauen dauerhaft überflüssig wird – nicht zuletzt sorgt das Umluftprinzip auch für einen niedrigeren Stromverbrauch. Im Allgemeinen setzten Experten die Energieeffizienz eines Kühlschranks mit NoFrost eine Stufe höher an als bei Geräten ohne diese Technik.

Ein weiteres Extra des GF 5137 AEHZ ist der integrierte Eiswürfelspender. Ganz wie bei einem Side-by-Side-Kühlschrank liefert das „Twist-Eisfach“ im Handumdrehen Eiswürfel, die ansonsten umständlich auf wackligen Formen oder in teuren Eiswürfelbeuteln im Geräteinneren platziert werden müssten. Aprospos Side-by-Side: Der neue Gefrierschrank ist Teil einer Art Hybridlösung. Kunden, die nur den Gefrierraum wünschen, erhalten bis auf die genannten Extras einen klassischen Gefrierschrank. Der GF 5137 AEHZ kann aber auch mit dem Kühlschrank LG GL 5141 AEAZ kombiniert werden, der das exakt gleiche Edelstahldesign besitzt und somit als optischer Zwilling auftritt. Nebeneinander gestellt wirken die beiden Geräte wie ein einzelner Side-by-Side.

Also: Wir hätten wir es denn gern? Als Einzelgerät kostet der LG GF 5137 AEHZ 1.299 Euro, als Side-by-Side-Variante das exakt Doppelte. Ab März 2012 kann zugeschlagen werden.


Rosenstein & Söhne Popcorn-Topf: Lecker Popcorn aus dem Handgelenk

Wortwörtlich aus dem Handgelenk lässt sich mit dem Spezialtopf von Rosenstein & Söhne leckeres, perfektes Popcorn herstellen. Mittels einer Handkurbel kann nämlich verhindert werden, dass der Mais anbrennt oder erst gar nicht zu poppen beginnt. Der Einsatz von ein bisschen Muskelkraft lohnt sich also, zumal bei der Zubereitung das Popcorn gleich gewürzt werden kann.

Jeder, der sich schon mal am heimischen Herd mit einer gewöhnlichen Pfanne oder einem Topf gewappnet an die Eigenproduktion von Popcorn gemacht hat, weiß ein Lied davon zu singen: Wird die Zubereitung nicht mit Argusaugen überwacht, brennt der Mais ruckzuck an, und falls dieses Unglück nicht passiert sein sollte, ist der anschließend im Topf zurückbleibenden Ausschuss, also die Menge der nicht gepoppten Maiskörner, oft Anlass sich zumindest leicht zu ärgern. Beide Fallstricke lassen sich mit dem Spezialtopf von Rosenstein & Söhne umgehen. Er ist nämlich pfiffigerweise mit einer Handkurbel ausgestattet, über die ein Draht aus Aluminium bewegt wird. Dieser wiederum sorgt dafür, dass der Mais permanent umgerührt wird und daher nicht anbrennen kann. Außerdem garantiert dieses Verfahren, dass deutlich weniger Ausschuss zurückbleibt.

Der vermutlich größte Vorzug des Aludrahtes liegt jedoch vermutlich speziell für die wahren Popcorn-Fans darin, dass er auch gleichzeitig das dem Mais beigegebene Fett und den Zucker gleichmäßig im Topf und damit auf das Popcorn verteilt. Natürlich können auch andere Gewürze verwendet werden, der Klassiker allerdings dürfte mit Sicherheit das leicht mit Zucker karamelisierte Popcorn sein, dessen Geruch und Geschmack an Kino oder Jahrmarkt denken lässt. Gegenüber einer elektrischen Popcornmaschine für den Hausgebrauch wiederum ist der Topf darin überlegen, dass er sich auch für größere Mengen Popcorn bestens eignet. Er benötigt nämlich im Unterschied zu den Elektrogeräten keine Ruhepausen, um zwischendurch abzukühlen. So einfach und natürlich auch lustig also eine Popcornmaschine, etwa auf einem Kindergeburtstag oder bei einem Videoabend mit Freunden auch sein mag – die Mengenbeschränkung verleidet vielen auf Dauer den Spaß. Zu allem Überfluss kommt der Spezialtopf kaum teurer als eine einfache Heißluft-Popcornmaschine, auf Amazon zum Beispiel ist er momentan für knapp 27 EUR zu haben und wartet demnach förmlich darauf, ausprobiert zu werden.


Bestron DPC1: Popcorn-Kanone

Die DPC1 von Bestron stellt Popcorn mittels Heißluft her, und wie üblich bei dieser Methode poppen die Maiskörner mit einer enormen Wucht und Geschwindigkeit durch das kleine, kompakte Gerät. Zum Problem wird diese Dynamik für den Benutzer, sobald sie den Ausgang erreicht haben. Denn der kleine Becher, in dem das Popcorn eigentlich landen sollte, ist kaum dazu geeignet, die Popcorn-Kanonade effektiv aufzufangen.

Etwas Übung und Geschick also verlangt die Popcornmaschine von Bestron, damit die Küche oder das Wohnzimmer nicht ruckzuck wie ein Schlachtfeld aussehen. Idealerweise sollte eine große Schüssel direkt unter das „Kanonenrohr“ der Maschine gehalten werden. Andererseits hat die Bestron ihr Pulver auch schnell verschossen. Das kompakte Gerät stellt bei einem Durchgang nämlich nur etwa ein, zwei handvoll Popcorn her, anschließend genehmigt sie sich eine Pause, um etwas abzukühlen. Größere Mengen an Popcorn verlangen daher nach Geduld vom Nutzer, am besten, die Maschine wird nur in einem kleinen Kreis benutzt. Für Kindergeburtstage oder Videoabende mit vielen Gästen empfiehlt sich die Anschaffung eher weniger.

Die Popcornherstellung erfolgt ferner ohne Zugabe von Fett und Zucker, das heißt, das Popcorn ist zwar nicht so gehaltvoll wie die geliebte Tüte Popcorn von der Kinokasse. Dafür unterscheidet es sich allerdings von diesem auch deutlich im Geschmack – sehr zu Ungunsten des Heißluft-Popcorns, wie die wahren Fans unken. Denn auch wenn anschließend mit flüssiger Butter und Zucker nachgeholfen wird, fehlt dem Heißluft-Popcorn der typische, leichte Geschmack nach karamelisiertem Zucker, der für viele der eigentliche Pfiff der klassischen Kino-Knabberei darstellt.

Im Grunde genommen unterscheidet sich das Modell von Bestron kaum von seinen zahlreichen Mitkonkurrenten, die ebenfalls auf die Heißluftmethode setzen und auch in puncto Design sowie Ausstattung der Popcornmaschine sehr ähnlich sind. Ausgelegt für den gelegentliche Gebrauch in kleiner Runde, sollten die Erwartungen nicht allzu hoch sein, andererseits fällt auch die Investition in das Partyspaß-Gerät nicht gerade hoch aus. Auf Amazon ist die Popcornmaschine von Bestron aktuell nämlich für knapp über 20 EUR zu haben.


Rosenstein & Söhne Popcornmaschine PE-4885: Ideal für karamelisiertes Popcorn

Nicht in alle Popcornmaschinen kann während der Zubereitung dem Mais gleichzeitig Fett und Zucker zugegeben werden – mit dem Ergebnis, dass das fertige Popcorn recht eintönig schmeckt. Speziell wer Popcorn mit einer karamelisierten Note liebt, sollte sich daher die Popcornmaschine 4885, die von Rosenstein & Söhne angeboten wird, einmal näher ansehen, die nicht ohne Grund auf zahlreiche positive Kundenmeinungen verweisen kann.

Vor allem in den einfachen Kompakt-Popcornmaschinen, die mit Heißluft arbeiten, darf sich während der Zubereitung kein Fett in dem Gerät befinden. Die Hersteller empfehlen in diesem Fall, das Popcorn anschließend mit flüssiger Butter sowie den Gewürzen, also zum Beispiel Salz oder Zucker, zu bestreuen. In zahlreichen Erfahrungsberichten ist jedoch zu lesen, dass dieses Verfahren dem Gaumen nicht unbedingt schmeichelt. Vor allem Kunden, die den Geschmack von professionell hergestelltem Popcorn, etwa von der Kinokasse, im Hinterkopf hatten, waren in der Regel daher von dem fett- und zuckerlos hergestellten Popcorn ziemlich enttäuscht.

Die Maschine von Rosenstein & Söhne hingegen kann, woraus der Hersteller extra hinweist, mit Mais und Fett befüllt werden, Käufer haben außerdem herausgefunden, dass sogar Zucker beigemischt werden kann. Im letzteren Fall soll die Maschine Popcorn produzieren, das tatsächlich sehr nahe an das karamelisierte Popcorn herankommt, das zum Beispiel von der Kinokasse oder vom Jahrmarkt bekannt ist – und nach dem den meisten Kunden eigentlich der Sinn steht, wenn sie sich in den eigenen vier Wänden an die Herstellung von Popcorn wagen. Allerdings, und dies ist der einzige, nennenswerte Nachteil der Maschine, ist sie nicht für den Dauerbetrieb geeignet. Spätestens nach zwei oder drei Runden benötigt die Rosenstein & Söhne etwas Pause, um wieder abzukühlen.

Vor dem Hintergrund des leckeren Popcorns, das die Maschine herstellt, dürfte die Frage nach ihrem Design eher zweitrangig sein. Vor einem Kauf sollte deshalb lediglich beachtet werden, dass das Gerät rund 28 Zentimeter Durchmesser aufweist, eine Größe, die allerdings noch gut vertretbar ist. Zu haben wiederum ist die Rosenstein & Söhne für rund 60 Euro bei Amazon und daher auch unter ökonomischen Gesichtspunkten durchaus eine Überlegung wert.


Palson Denver: Fettarmes Popcorn für lauschige Videoabende

Die Popcornmaschine Denver von Palson stellt Popcorn mittels eines Heißluftgebläses her. Für die Zubereitung ist deshalb kein Fett notwendig, das fertige Popcorn hat daher weniger Kalorien – sofern man es nicht nachträglich süßt. Allerdings kann mit der Maschine nur eine vergleichsweise geringe Menge Popcorn auf einmal produziert werden. Der Videoabend sollte daher eher lauschig sein und nicht im großen Freundeskreis stattfinden.

Das relativ große Angebot an kompakten Popcornmaschinen, die mit Heißluft arbeiten, zeigt, dass die Geräte sehr beliebt sind. Kein Wunder, denn sie sind für einen vergleichsweise geringen Betrag zu haben, nehmen nicht viel Platz weg und bereiten in zwei, drei Minuten ein, zwei handvoll Popcorn zu – ohne dass mehr Aufwand investiert werden muss als den Mais in die Maschine einzufüllen und den Startknopf zu drücken. Bei dem Modell von Palson gehört praktischerweise ein großer Auffangbecher gleich zum Lieferumfang. Er kann ziemlich nah am Auswurf platziert werden und verhindert somit, dass das mit einiger Wucht aus dem Gerät schießende Popcorn sich quer über die Küche oder das Wohnzimmer verteilt. Bei der Herstellung darf kein Öl verwendet werden wie bei den gängigen Popcornmaschinen, das Popcorn ist daher kalorienärmer als sein Pendant von der Kinokasse oder vom Jahrmarkt. Allerdings hat dies auch einen gehörigen Nachteil. Denn ungesüßtes und ungefettetes Pocorn hat keinen großen Eigengeschmack. Die meisten süßen daher das Popcorn anschließend mit Butter und Fett oder sogar mit separat karamelisiertem Zucker nach, womit natürlich der Diäteffekt dahin ist. Vor allem im letzteren Fall sollte sogar über die Anschaffung einer Popcornmaschine nachgedacht werden, bei der Mais zusammen mit Zucker zubereitet werden kann – die mühevolle Herstellung karamelisierten Zuckers in der Pfanne entfällt dann nämlich. Allerdings sind diese Geräte merklich teurer als eine kompakte Maschine à la Palson.

Pro Durchgang poppt die Maschine maximal 100 Gramm Mais auf, also in etwa eine mittelgroße Popcornration von der Kinokasse. Dabei wird das Gerät sehr heiß und muss vor der nächsten Runde erst ein paar Minuten abkühlen. Je nachdem, wie groß der Hunger auf Popcorn oder die Anzahl der zum Kindergeburtstag oder Videoabend geladenen Gäste ist, stößt die Popcornmaschine daher schnell an ihre Grenzen – und die Geduld des Gastgebers vermutlich auch. Im kleineren Kreis jedoch oder nur so als Spaß allein oder zu zweit erfüllt die Palson mit Sicherheit ihren Zweck, vorausgesetzt, man kann sich damit abfinden, dass sich das von ihr hergestellte Popcorn doch merklich vom Kino- oder Jahrmarktpopcorn unterscheidet. Zu haben ist das Gerät für rund 33 EUR (Amazon).


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