Achtung: Missbrauch von Gütesiegeln

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Gute Bewertungen der Stiftung Warentest kurbeln den Absatz von Produkte enorm an, denn das Vertrauen in das Testsiegel ist bei den Verbrauchern extrem groß. So versuchen es immer mehr Händler, die Siegel zu ihrem Vorteil zu nutzen. Das ist richtig und auch gewollt, allerdings versehen sie auch Produkte mit ihnen, die überhaupt nicht getestet wurden. So nutzen Händler laut Informationen der Onlineausgabe des Hamburger Abendblattes falsche Testergebnisse um Produkte besser verkaufen zu können. Das betrifft auch namhafte Händler. Da werden Geräte mit den Testergebnissen der Vorgängermodelle beworben, obwohl niemand davon ausgehen kann, dass der Nachfolger genauso gut ist wie der Vorgänger. Ein vergleichsweise harmloses Beispiel ist der Staubsauger, der bei Karstadt verkauft wurde. Beunruhigend aber ist das Beispiel der Supermarktkette Real, das mit einem alten Testergebnis für einen Fahrradhelm wirbt. Hier geht es im Ernstfall sogar um Leib und Leben.

Einige Hersteller gehen so weit, dass sie ihre eigenen Siegel erstellen, die mit einem Test allerdings wenig zu tun haben. Ganz klein gedruckt ist da zu lesen, dass es sich dabei lediglich um Einschätzungen von Nutzern handelt. Als Verbraucher sollte man also mindestens zwei mal hinsehen, bevor man ein Produkt kauft. Nicht immer steckt geprüfte Qualität hinter einem Gütesiegel.

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